Sorten

Alpenrosenhonig

Alpenrosenhonig (Rhododendronhonig) aus den Hochalpen: Herkunft, feiner Geschmack, Seltenheit und der Unterschied zum giftigen „mad honey“.

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Steckbrief

Trachtquelle

Trachtzeit

Geschmack

Konsistenz

Region

Kristallisation

Besonderheit

Alpenrosenhonig (auch Rhododendronhonig) ist ein heller, besonders feiner Sortenhonig aus den Hochlagen der Alpen. Bienen gewinnen ihn aus dem Nektar der Alpenrose (Rhododendron ferrugineum und hirsutum), einem niedrigen Strauch, der im Hochsommer ganze Berghänge rosarot färbt. Wegen der kurzen Blüte in großer Höhe ist dieser Honig selten und gilt als alpine Spezialität.

Herkunft und Trachtpflanze

Die Alpenrose wächst oberhalb der Waldgrenze, meist in Höhen zwischen 1.500 und 2.500 Metern, und blüht dort nur für wenige Wochen im Hochsommer. Damit Bienen diese Tracht nutzen können, müssen Imker ihre Völker in die Berge bringen – eine aufwendige Wanderimkerei. Die Kombination aus großer Höhe, kurzer Blüte und wetterabhängiger Tracht macht reinen Alpenrosenhonig zu einer Rarität.

Aussehen, Geschmack und Konsistenz

Alpenrosenhonig ist hell – von zartgelb bis hell bernsteinfarben, oft mit einem leichten rötlichen Schimmer. Geschmacklich überzeugt er durch seine Feinheit: mild, fein-fruchtig und blumig, mit einer dezenten, leicht herben Bergkräuterfrische. Er ist weniger süß-schwer als manch dunkler Honig und gilt als eleganter, ausgewogener Sortenhonig. Er kristallisiert fein und wird cremig; warum das ein natürlicher Vorgang ist, erklärt der Beitrag Warum kristallisiert Honig.

Wichtiger Hinweis: kein giftiger Wildhonig

Manchmal wird Alpenrosenhonig mit dem berüchtigten „verrückten Honig“ (mad honey) aus bestimmten Rhododendron-Arten der Schwarzmeerregion verwechselt. Dieser enthält Grayanotoxine und kann beim Menschen Vergiftungserscheinungen auslösen. Der mitteleuropäische Alpenrosenhonig aus Rhododendron ferrugineum und hirsutum gilt dagegen als unbedenklicher Speisehonig. Trotzdem gilt: Honig stets aus vertrauenswürdiger Quelle beziehen und nie selbst aus unbekannten Wildbeständen gewinnen.

Verwendung in der Küche

Durch sein feines, mildes Aroma eignet sich Alpenrosenhonig hervorragend als edler Brotaufstrich und zum Süßen von Tee, ohne aufdringlich zu wirken. Er harmoniert mit Bergkäse, Joghurt und frischen Früchten. Wegen seiner Seltenheit setzen ihn viele bewusst pur ein. Damit er sein Aroma behält, sollte er kühl und dunkel gelagert werden – mehr dazu unter Honig richtig lagern.

Häufige Fragen zum Alpenrosenhonig

Ist Alpenrosenhonig dasselbe wie Rhododendronhonig?

Ja. Die Alpenrose gehört botanisch zur Gattung Rhododendron. Der mitteleuropäische Alpenrosenhonig stammt aus den heimischen Alpenrosen-Arten und ist ein unbedenklicher Speisehonig.

Warum ist Alpenrosenhonig so selten?

Die Alpenrose blüht nur wenige Wochen in großer Höhe. Imker müssen ihre Völker dorthin bringen, und die Ernte hängt stark vom Bergwetter ab.

Ist Alpenrosenhonig giftig?

Nein. Der heimische Alpenrosenhonig gilt als unbedenklich. Verwechslungsgefahr besteht nur mit dem „mad honey“ aus bestimmten Rhododendron-Arten der Schwarzmeerregion. Beim Kauf auf eine vertrauenswürdige Quelle achten.


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