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Lavendelhonig – der blumige Sommerhonig aus der Provence

Lavendelhonig ist ein heller, blumig-feiner Sortenhonig aus dem Mittelmeerraum. Alles über Herkunft, Geschmack, Konsistenz und Verwendung des duftenden Sommerhonigs.

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Steckbrief

Trachtquelle

Trachtzeit

Geschmack

Konsistenz

Region

Kristallisation

Besonderheit

Lavendelhonig ist einer der bekanntesten Sortenhonige des Mittelmeerraums: hell, fein cremig und mit einem unverkennbar blumigen Aroma, das an warme Sommertage in der Provence erinnert. Wer ihn einmal probiert hat, erkennt die zarte, leicht fruchtige Note sofort wieder. Hier erfährst du, woher Lavendelhonig stammt, wie er schmeckt und wie du ihn am besten verwendest.

Herkunft: Wo Lavendelhonig entsteht

Echter Lavendelhonig stammt aus Regionen, in denen Lavendel großflächig wächst – allen voran die französische Provence, dazu Spanien, Italien und Teile des Balkans. Die Bienen sammeln den Nektar der violetten Lavendelblüten, die je nach Lage und Höhe von Juni bis August blühen. Damit ein Honig als sortenrein gilt, muss der überwiegende Teil des Nektars von einer Pflanzenart stammen. In Deutschland wird Lavendel kaum in für die Imkerei relevanten Mengen angebaut, weshalb Lavendelhonig hierzulande fast immer ein Importprodukt ist.

Im Handel begegnen dir zwei Begriffe: Honig vom echten Lavendel (Lavandula angustifolia) und vom robusteren Lavandin, einer Kreuzung, die in der Parfümindustrie verbreitet ist. Beide liefern ähnlichen Honig, der echte Lavendel gilt aber als besonders fein.

Geschmack und Konsistenz von Lavendelhonig

Lavendelhonig ist hell – von fast weiß über zartgelb bis bernsteinfarben. Geschmacklich ist er mild und ausgewogen, mit einer blumigen, leicht fruchtigen Note und einem dezenten Anklang an die Kräuternote des Lavendels. Anders als manche kräftigen Honige ist er nicht aufdringlich, sondern fein und rund.

In der Konsistenz neigt Lavendelhonig dazu, fein zu kristallisieren und wird mit der Zeit cremig-streichfähig. Das ist ein natürlicher Vorgang und kein Qualitätsmangel: Ob ein Honig flüssig bleibt oder fest wird, hängt vom Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker ab. Mehr dazu liest du im Beitrag Warum kristallisiert Honig?. Festen Lavendelhonig kannst du im lauwarmen Wasserbad bei maximal 40 °C wieder verflüssigen, ohne die wertvollen Inhaltsstoffe zu zerstören.

Verwendung in der Küche

Durch sein mildes, blumiges Aroma ist Lavendelhonig ein vielseitiger Begleiter. Besonders gut passt er zu:

  • frischem Baguette, Croissants und Butterbrot
  • Naturjoghurt, Quark und Porridge
  • mildem Weichkäse und Ziegenkäse
  • Tee und Kräuteraufgüssen zum Süßen
  • mediterranem Gebäck und Crème brûlée

Wie alle Honige solltest du Lavendelhonig nicht zu stark erhitzen, damit Aroma und Enzyme erhalten bleiben. Beim Backen funktioniert er gut, verändert aber Teigfeuchtigkeit und Bräunung – Tipps dazu findest du im Beitrag Backen mit Honig. Wenn du die feine Lavendelnote schmecken möchtest, gib den Honig erst nach dem Kochen oder Garen hinzu.

Häufige Fragen zu Lavendelhonig

Schmeckt Lavendelhonig nach Lavendel?

Er trägt eine blumig-kräutrige Note, schmeckt aber nicht so intensiv-parfümiert wie der Duft frischer Lavendelblüten. Das Aroma ist dezent und mild – auch für Menschen, die Lavendelduft sonst als kräftig empfinden, ist der Honig meist angenehm.

Ist Lavendelhonig gesünder als anderer Honig?

Pauschal nicht. Wie jeder Honig besteht auch Lavendelhonig überwiegend aus Zucker und liefert nur kleine Mengen an Enzymen, Pollen und Aromastoffen. Welche Inhaltsstoffe Honig enthält, erklärt der Beitrag Inhaltsstoffe von Honig. Genuss und Geschmack stehen bei Lavendelhonig im Vordergrund.

Woran erkenne ich echten Lavendelhonig?

Achte auf eine klare Sorten- und Herkunftsangabe auf dem Etikett. Echter Lavendelhonig ist regional und saisonal begrenzt und entsprechend selten. Sehr günstige Angebote sind oft Mischungen. Was die Begriffe auf dem Glas bedeuten, liest du im Beitrag Kaltgeschleudert, Bio & Co..

Wie lagere ich Lavendelhonig richtig?

Kühl, dunkel und gut verschlossen. So bleibt das feine Aroma lange erhalten. Ausführliche Tipps gibt der Beitrag Honig richtig lagern.


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