Heiße Milch mit Honig bei Husten – kaum ein Hausmittel ist bekannter. Aber hilft Honig bei Erkältung wirklich? Die kurze Antwort: Ja, bei Husten gibt es tatsächlich wissenschaftliche Belege – mit ein paar wichtigen Einschränkungen.
Was die Forschung sagt
Mehrere Studien und Übersichtsarbeiten kommen zu dem Ergebnis, dass Honig bei akutem Husten – insbesondere nächtlichem Reizhusten bei Kindern über einem Jahr – die Hustenhäufigkeit lindern und den Schlaf verbessern kann, teils vergleichbar mit gängigen Hustenstillern. Honig legt sich beruhigend auf die gereizten Schleimhäute, und seine leicht antibakteriellen Eigenschaften (u. a. durch Enzyme und den hohen Zuckergehalt) tragen vermutlich dazu bei.
So wendest du Honig bei Erkältung an
- Pur: ein Teelöffel Honig langsam im Mund zergehen lassen, z. B. vor dem Schlafen
- Im Tee: erst einrühren, wenn der Tee trinkwarm ist (unter 40 °C) – Hitze zerstört die empfindlichen Inhaltsstoffe
- Mit Milch: der Klassiker bei Halskratzen – auch hier gilt: warm, nicht heiß
Wichtige Grenzen
- Kein Honig für Kinder unter 12 Monaten – wegen der Gefahr des Säuglingsbotulismus (mehr dazu im Artikel „Honig für Babys?“)
- Honig ersetzt keinen Arztbesuch: Bei hohem Fieber, Atemnot, länger anhaltendem Husten oder Verschlechterung gehört die Erkrankung in ärztliche Hände
- Honig bleibt Zucker – als Dauer-Hustenmittel in großen Mengen ungeeignet, besonders für die Zahngesundheit am Abend
Welcher Honig eignet sich am besten?
Für die hustenlindernde Wirkung scheint die Sorte zweitrangig zu sein. Traditionell beliebt sind Lindenhonig und Thymianhonig wegen ihrer ätherischen Noten. Wichtiger als die Sorte: naturbelassener, nicht überhitzter Honig.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Weitere Artikel findest du in der Kategorie Gesundheit & Wirkung.