Sorten

Springkrauthonig – die fruchtige Spätsommer-Spezialität

Springkrauthonig ist ein milder, fruchtiger Spättrachthonig aus Springkrautnektar. Herkunft, Geschmack, Konsistenz und Verwendung kompakt erklärt.

[goldrand_hex size="32"]

Steckbrief

Trachtquelle

Trachtzeit

Geschmack

Konsistenz

Region

Kristallisation

Besonderheit

Springkrauthonig ist ein milder, fruchtiger Spättrachthonig, der aus dem Nektar des Drüsigen Springkrauts entsteht. Im Spätsommer, wenn die rosa Blütentrauben an Bach- und Flussufern blühen, finden Bienen hier eine ergiebige Tracht. Das Ergebnis ist ein heller Honig mit einem typisch fruchtig-blumigen Aroma – eine regionale Spezialität, die viele Imker in Flussnähe schätzen.

Woher Springkrauthonig stammt

Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), auch Indisches Springkraut genannt, stammt ursprünglich aus dem Himalaya und hat sich in Mitteleuropa stark ausgebreitet. Es wächst vor allem an Gewässern, in Auen und an feuchten Standorten und trägt von Juli bis September auffällige rosa bis purpurne Blüten mit reichlich Nektar.

Für Bienen ist das Springkraut eine wertvolle späte Trachtquelle. Ökologisch ist die Pflanze als invasiver Neophyt jedoch umstritten. Ein charmantes Detail: Bienen, die Springkrautblüten besuchen, tragen oft weißlichen Pollen und wirken dadurch „bepudert“.

Aussehen, Geschmack und Konsistenz

Springkrauthonig ist meist hell – von zartgelb bis hellgolden. Nach der Kristallisation wird er cremig und heller. Geschmacklich ist er mild und fruchtig, mit einer feinen, blumigen Note und einer dezenten Frische. Damit unterscheidet er sich deutlich von kräftigen Sorten wie Wald- oder Lindenhonig. In der Konsistenz kristallisiert er zügig und wird feinkörnig fest; als Cremehonig bleibt er streichzart.

Verwendung in der Küche

Mit seinem milden, fruchtigen Charakter ist Springkrauthonig ein angenehmer Alltagshonig. Auf Brot, im Müsli oder Joghurt entfaltet er seine feine Note, ohne aufdringlich zu sein. Im Tee süßt er dezent. Auch für milde Dressings, Quarkspeisen oder zum Verfeinern von Desserts passt er gut. Erst zugeben, wenn heiße Getränke unter etwa 40 °C abgekühlt sind.

Wie erkennt man echten Springkrauthonig?

Sortenreiner Springkrauthonig zeigt die typische helle Farbe, den milden, fruchtigen Geschmack und die zügige Kristallisation. Da Springkraut vor allem entlang von Gewässern wächst, fällt reiner Sortenhonig nur in entsprechenden Regionen an. Häufig ist Springkraut Teil eines spätsommerlichen Mischhonigs – wer gezielt sucht, fragt am besten beim Imker in Flussnähe nach.

FAQ – häufige Fragen zu Springkrauthonig

Wie schmeckt Springkrauthonig?

Springkrauthonig ist mild und fruchtig mit einer feinen, blumigen Note. Er gehört zu den helleren, lieblichen Honigen.

Ist Springkraut für die Natur schädlich?

Das Drüsige Springkraut ist ein invasiver Neophyt und kann heimische Uferpflanzen verdrängen. Für Bienen ist es als späte Trachtquelle dennoch wertvoll.

Wann wird Springkrauthonig geerntet?

Springkraut blüht von Juli bis September. Springkrauthonig zählt damit zu den Spättrachthonigen und wird im Spätsommer bis Frühherbst geschleudert.

In eigener Sache

Du möchtest seltenere Sortenhonige direkt vom Imker probieren? In unserem Honigshop findest du je nach Saison wechselnde Spezialitäten – milde Spättrachthonige wie Springkrauthonig sind echte Entdeckungen.

Weitere Sorten