Wabenhonig ist Honig, der noch in seiner natürlichen Wachswabe steckt und samt Wabe verkauft wird. Er ist die ursprünglichste Form des Honigs: weder geschleudert noch gefiltert, sondern genau so, wie die Bienen ihn eingelagert und mit einem Wachsdeckel verschlossen haben. Die feinen Wachszellen sind essbar, weshalb man Wabenhonig direkt mitsamt Wabe verzehren kann.
Was Wabenhonig besonders macht
Beim üblichen Schleuderhonig werden die Waben entdeckelt und der Honig herausgeschleudert. Wabenhonig hingegen bleibt unberührt. Dadurch ist er besonders naturbelassen: Er wird nicht erwärmt, nicht gefiltert und behält alle Aromen und Enzyme. Der Wachsdeckel zeigt zudem, dass der Honig reif ist – die Bienen verschließen eine Zelle erst, wenn der Wassergehalt niedrig genug ist. Mehr dazu im Beitrag Wassergehalt im Honig.
Wie man Wabenhonig isst
Wabenhonig lässt sich in Stücke schneiden und direkt aufs Brot legen – das Wachs wird einfach mitgegessen oder nach dem Auslutschen beiseitegelegt. Beliebt ist er auch auf einer Käseplatte, zu frischem Obst oder pur als Delikatesse. Das Wachs ist unbedenklich, liefert aber keine Nährstoffe und wird vom Körper nicht verdaut.
- völlig unverarbeitet und naturbelassen
- weder erhitzt noch gefiltert
- der Wachsdeckel belegt die Reife des Honigs
- essbares Wachs als besonderes Geschmackserlebnis
Worauf beim Kauf achten?
Achten Sie auf saubere, vollständig verdeckelte Waben und eine klare Herkunftsangabe. Wabenhonig ist aufwendiger zu gewinnen als Schleuderhonig und daher meist teurer. Lagern Sie ihn kühl und trocken, aber nicht im Kühlschrank, da er sonst hart wird. Wie regionaler Honig generell zu erkennen ist, lesen Sie unter Regionalen Honig kaufen.
Scheibenhonig und Wabenstück
Im Handel begegnet Wabenhonig in zwei Formen. Beim klassischen Wabenstück wird ein Stück verdeckelte Naturwabe direkt verkauft. Beim Scheibenhonig oder Sektionshonig bauen die Bienen die Wabe in kleine Rähmchen, sodass handliche Portionen entstehen. Eine dritte Variante ist Honig im Glas mit einem eingelegten Wabenstück, das von flüssigem Honig umgeben ist. Allen gemeinsam ist, dass die Wabe unversehrt bleibt und der Honig nicht geschleudert wird.
Reife und Naturbelassenheit
Der verdeckelte Wachsdeckel ist das beste Echtheits- und Reifezeichen, das Honig haben kann: Bienen verschließen eine Zelle erst, wenn der Wassergehalt niedrig genug für eine lange Haltbarkeit ist. Wabenhonig wird weder gefiltert noch erwärmt und enthält daher den Honig in seiner ursprünglichsten, vollständig naturbelassenen Form – ein Grund, warum Kenner ihn besonders schätzen.
Häufige Fragen zum Wabenhonig
Kann man die Wabe mitessen?
Ja. Das Bienenwachs ist essbar und unbedenklich. Es liefert keine Nährstoffe und wird nicht verdaut – man kann es mitessen oder nach dem Auslutschen beiseitelegen.
Warum ist Wabenhonig teurer?
Er ist aufwendiger zu gewinnen: Die Bienen bauen die Wabe neu, und sie wird im Ganzen verkauft, statt geschleudert zu werden. Das macht ihn zur Spezialität.
Wie lagert man Wabenhonig?
Kühl und trocken, aber nicht im Kühlschrank, da er dort hart wird. So bleibt die Wabe schnittfest und der Honig aromatisch.