Was steckt eigentlich in Honig? Die ehrliche Antwort vorweg: vor allem Zucker – aber eben nicht nur. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, was Honig von Haushaltszucker unterscheidet und wo seine Grenzen liegen.
Die Zusammensetzung im Überblick
- Ca. 80 % Zucker: hauptsächlich Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose), dazu kleine Mengen weiterer Zuckerarten
- Ca. 17 % Wasser: der niedrige Wassergehalt macht Honig von Natur aus haltbar
- Ca. 3 % „der Rest“: und genau hier wird es interessant
Die besonderen 3 Prozent
In diesem kleinen Anteil verbergen sich über 200 verschiedene Substanzen, die Honig zu mehr als Zuckersirup machen:
- Enzyme (z. B. Glucoseoxidase, Invertase) – stammen von den Bienen und sind hitzeempfindlich; ihr Vorhandensein gilt als Qualitätsmerkmal naturbelassenen Honigs
- Mineralstoffe und Spurenelemente – u. a. Kalium, Kalzium, Magnesium; dunkle Honige wie Waldhonig enthalten tendenziell mehr
- Sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Phenolsäuren) – mit antioxidativen Eigenschaften
- Aromastoffe, Pollen, Vitamine in Spuren – prägen Geschmack und Charakter jeder Sorte
Ist Honig gesünder als Zucker?
Ein bisschen, aber nicht grundsätzlich: Honig liefert neben der Süße zusätzliche bioaktive Stoffe und süßt durch den Fruktoseanteil etwas intensiver, sodass man weniger braucht. Kalorisch und für die Zähne bleibt er aber ein Zucker. Die Empfehlung lautet daher: Honig bewusst genießen statt großzügig dosieren – als hochwertiger Ersatz für Industriezucker, nicht als Freifahrtschein.
Warum naturbelassen wichtig ist
Enzyme und manche Aromastoffe sind wärmeempfindlich. Wird Honig industriell stark erhitzt, gehen genau die Bestandteile verloren, die ihn vom reinen Zucker abheben. Worauf du beim Kauf achten kannst, liest du im Artikel Was die Begriffe auf dem Honigglas bedeuten.
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