Waldhonig ist das kräftige Gegenstück zu milden Blütenhonigen: dunkel, würzig-malzig und lange flüssig. Das Besondere: Er entsteht nicht aus Blütennektar, sondern aus Honigtau.
Was ist Honigtau?
Honigtau ist die zuckerhaltige Ausscheidung von Blattläusen und Schildläusen, die an Nadel- und Laubbäumen Pflanzensaft saugen. Bienen sammeln diese süßen Tröpfchen von Fichten, Tannen oder Eichen und verarbeiten sie wie Nektar zu Honig. Wie das genau abläuft, liest du im Artikel Wie entsteht Honig?
Geschmack und Eigenschaften
- Farbe: dunkelbraun bis fast schwarz, oft mit grünlichem Schimmer
- Geschmack: kräftig, würzig, malzig-karamellig, weniger süß als Blütenhonig
- Konsistenz: bleibt dank hohem Fruktoseanteil lange flüssig
- Mineralstoffe: enthält mehr Mineralstoffe als die meisten Blütenhonige
- Verwendung: ideal zu kräftigem Brot, Käse, in Soßen und Marinaden oder im Tee
Waldhonig, Tannenhonig, Blatthonig – was ist der Unterschied?
Alle drei sind Honigtauhonige. „Waldhonig“ ist der Sammelbegriff für Honigtau aus Mischwäldern. „Tannenhonig“ (besonders begehrt und teuer) stammt überwiegend von Weißtannen, „Blatthonig“ von Laubbäumen wie Eiche oder Ahorn. Waldhonig ist stark wetterabhängig: In manchen Jahren fällt die Ernte fast komplett aus – das erklärt Preisschwankungen.
Häufige Fragen
Ist Waldhonig gesünder als Blütenhonig?
Er enthält tendenziell mehr Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ein „Wundermittel“ ist aber auch Waldhonig nicht – die Unterschiede sind graduell.
Warum ist Waldhonig teurer?
Die Tracht ist unzuverlässig und stark von Witterung und Lauspopulationen abhängig. Gute Waldhonigjahre sind selten – das macht ihn zur begehrten Spezialität.
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Weitere Sorten findest du in der Kategorie Honigsorten.