Kleehonig gehört weltweit zu den meistproduzierten Honigsorten – und doch ist er in Deutschland weniger bekannt als Raps oder Linde. Dabei ist er ein echter Allrounder: hell, mild und mit einer zarten, ausgewogenen Süße, die fast jedem schmeckt. Hier erfährst du, woher Kleehonig stammt, wie er schmeckt und wofür er sich am besten eignet.
Herkunft: Klee als ergiebige Trachtpflanze
Kleehonig entsteht aus dem Nektar verschiedener Kleearten, vor allem von Weißklee und Steinklee. Klee wächst auf Wiesen, Weiden und an Wegrändern und ist eine wichtige Trachtpflanze, weil er über viele Wochen im Sommer blüht. International ist Kleehonig ein Massenprodukt: In Ländern wie Kanada, den USA und Neuseeland zählt er zu den Standardhonigen, da dort große Kleeflächen für die Landwirtschaft angebaut werden.
In Mitteleuropa ist sortenreiner Kleehonig seltener, weil Klee hier meist gemeinsam mit anderen Pflanzen blüht. Oft ist Klee deshalb Bestandteil eines milden Sommer- oder Blütenhonigs.
Geschmack und Konsistenz von Kleehonig
Kleehonig ist sehr hell, teils fast wasserklar bis zartgelb. Geschmacklich ist er ausgesprochen mild, leicht blumig und ohne herbe oder kräftige Noten. Genau diese Zurückhaltung macht ihn so beliebt: Er drängt sich nicht auf und passt zu vielen Speisen.
In der Konsistenz kristallisiert Kleehonig relativ schnell und wird dabei feincremig – ähnlich wie Rapshonig. Diese feine Kristallisation ist gewollt und macht ihn streichzart. Warum manche Honige fest werden und andere flüssig bleiben, erklärt der Beitrag Warum kristallisiert Honig?.
Verwendung: Wofür eignet sich Kleehonig?
Durch seinen milden Charakter ist Kleehonig besonders alltagstauglich. Er eignet sich gut für:
- das Frühstücksbrot und Brötchen
- Müsli, Joghurt und Porridge
- das Süßen von Tee und Getränken
- milde Dressings und Saucen
- Kinder, die kräftige Honige oft ablehnen
Weil sein Aroma fein und zurückhaltend ist, eignet sich Kleehonig auch als „neutraler“ Honig zum Backen und Kochen, wenn der Eigengeschmack nicht dominieren soll. Beachte dabei die Grundregeln aus dem Beitrag Backen mit Honig.
Häufige Fragen zu Kleehonig
Warum ist Kleehonig so hell?
Die Farbe eines Honigs hängt von der Trachtpflanze ab. Klee liefert einen besonders mineralstoff- und farbstoffarmen Nektar, weshalb der Honig sehr hell ausfällt. Hellere Honige sind in der Regel auch milder im Geschmack.
Ist Kleehonig dasselbe wie Blütenhonig?
Nicht ganz. Kleehonig ist ein Sortenhonig, der überwiegend aus Kleenektar besteht. Blütenhonig hingegen ist ein Mischhonig aus dem Nektar vieler Pflanzen. Klee kann aber ein wichtiger Bestandteil eines Blütenhonigs sein.
Wie bekomme ich kristallisierten Kleehonig wieder cremig?
Fest gewordener Kleehonig lässt sich im Wasserbad bei höchstens 40 °C wieder weicher rühren. Höhere Temperaturen schaden den Inhaltsstoffen. Wie du Honig richtig aufbewahrst, erklärt der Beitrag Honig richtig lagern.
🍯 In eigener Sache: Du suchst milden Honig für jeden Tag? In unserem Honig-Shop findest du Sortenhonig direkt vom Imker.