Akazienhonig (genauer: Robinienhonig) gehört zu den beliebtesten Honigsorten in Deutschland. Er ist hell, mild im Geschmack und bleibt außergewöhnlich lange flüssig – perfekt zum Süßen von Tee oder Müsli.
Herkunft: Eigentlich gar keine Akazie
Was hierzulande als Akazienhonig verkauft wird, stammt botanisch korrekt von der Robinie (Robinia pseudoacacia), auch „Scheinakazie“ genannt. Echte Akazien wachsen vor allem in Afrika und Australien. Die Robinie blüht in Mitteleuropa von Mai bis Juni und liefert in guten Jahren reiche Tracht.
Warum bleibt Akazienhonig so lange flüssig?
Das Verhältnis von Fruchtzucker (Fruktose) zu Traubenzucker (Glukose) entscheidet darüber, wie schnell ein Honig kristallisiert. Akazienhonig enthält besonders viel Fruktose und nur wenig Glukose – deshalb bleibt er oft über ein Jahr flüssig, ohne dass ihm etwas zugesetzt wird. Mehr dazu erfährst du im Artikel Warum kristallisiert Honig?
Häufige Fragen
Ist Akazienhonig gesünder als andere Sorten?
Nein, „gesünder“ ist er nicht pauschal – aber durch seinen hohen Fruktoseanteil hat er einen etwas geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel als glukosereiche Sorten. Honig bleibt dennoch in erster Linie ein Süßungsmittel – mehr dazu im Artikel Inhaltsstoffe von Honig.
Woran erkenne ich guten Akazienhonig?
Auf Herkunftsangabe und Sortenbezeichnung achten: Echter deutscher Robinienhonig ist regional und saisonal begrenzt. Sehr günstige „Akazienhonige“ sind oft Mischungen aus Nicht-EU-Ländern. Worauf du beim Etikett achten solltest, liest du im Artikel Kaltgeschleudert, Bio & Co.
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